Ressourceneffizienz in der Oberflächentechnik

Das Gesamtziel des 2014 ins Leben gerufenen Netzwerks ist die Schaffung einer gemeinsamen Plattform für Innovationen bei Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit über die herkömmlichen Branchengrenzen hinweg als Kompetenzzentrum in der Lieferkette der metallischen Oberflächentechnik.

Das Netzwerk REOnet - Innovative Oberflächentechnik für ressourceneffiziente Produktionsprozesse und industrielle Lieferketten – soll dabei explizit wesentliche Ergebnisse der Fraunhofer-Studie „Produktionstechnik zur Erzeugung funktionaler Oberflächen - Status und Perspektiven (ProFOB)“ aufgreifen. Die Kernaussage dieser Studie ist, dass Oberflächentechnik, obwohl schon lange industriell eingesetzt, heute ein großes Potenzial bezüglich der Entwicklung und industriellen Realisierung neuer, ressourceneffizienter Prozesse, Werkstoffe und Produkte bietet. Der diesbezüglich in der Untersuchung ermittelte Forschungs- und Handlungsbedarf gliedert sich in drei wesentliche Handlungsfelder:

  1. Energie- und Ressourceneffizienz in Prozess und Produkt
  2. Fertigungsintegrierte Erzeugung funktionaler Oberfläche
  3. Produktionstechnologie mit Hochleistungsprozessen

In REOnet steht das erste dieser drei Handlungsfelder - Energie- und Ressourceneffizienz in Prozess und Produkt - im Vordergrund. Mit Blick auf die notwendige weitergehende Prozessoptimierung über die Schnittstellen der Lieferkette hinweg haben jedoch die Handlungsfelder 2 „Fertigungsintegrierte Erzeugung funktionaler Oberflächen“ und 3 „Produktionstechnologie mit Hochleistungsprozessen“ ebenfalls wesentliche Bedeutung.

Der Einsatz funktionaler Oberflächen liefert auch wichtige Lösungsansätze, um in den unterschiedlichsten Anwendungen Energie und Ressourcen einzusparen. Ein innovativer Ansatz stellt die Erhöhung der Produkt¬funktionalität durch oberflächenintegrierte Sensorik und Aktorik dar, zum Beispiel zur Überwachung von Verschleiß, Korrosion, Reibung.